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Aaron Moser hält während eines Vortrags die Hände erhoben und spricht vor einem Publikum, hinter ihm steht „Willkommen zum Vortrag"

Fotokultur

Erzähler werden: Wie Sie Ihr CEWE FOTOBUCH als Geschichte planen

Bei seinem Vortrag „Storytelling“ im Rahmen des Umweltfotofestivals »horizonte zingst« 2026 gibt Fotograf Aaron Moser Tipps fürs Fotografieren und die Fotobuch-Gestaltung.

Von Julia Richters

Der vielleicht wichtigste Tipp von Aaron Moser ist simpel und gleichzeitig zwingt er zum Nachdenken, bevor wir mit der Kamera loslegen: Denn er rät, sich vorher zu überlegen, welche Geschichte erzählt werden soll. Das kann bei der Planung eines besonderen Fotos auf einer Reise nützlich sein, gilt genauso aber auch für ein gut gestaltetes CEWE FOTOBUCH.

Zuhörende sitzen bei einem Vortrag von Aaron Moser im CEWE Ausstellungstruck. Klein im Hintergrund ist der Referent zu sehen.
Wie wird ein Inhalt fesselnd? Was Aaron Moser beim Vortrag gelingt, ist auch das Ziel für die Fotobuch-Gestaltung.

Jeder kennt diesen Moment, wenn auf einer Wanderung oder bei einem Stadtbummel zur Kamera gegriffen wird, um ein Foto zu machen (egal ob große Systemkamera oder Smartphone). Aaron weist daraufhin, dass es darum geht, dem Gefühl auf die Spur zu kommen und sich die Frage zu stellen: „Warum möchte ich ein Foto machen – was fasziniert mich gerade?“ Die Antwort sollte in jedem guten Bild erkennbar sein. Mit der Frage nach der Geschichte geht zudem eine wichtige Überlegung im Vorfeld einher: Für wen wird das Foto oder das CEWE FOTOBUCH sein? Was ist der Person besonders wichtig? Wenn es zum Beispiel ein Geschenk für ein Kind ist: Was interessiert das Kind eher – ein belebter Fußballplatz oder der romantische Sonnenuntergang?

Zwei Männer betrachten gemeinsam ein aufgeschlagenes CEWE FOTOBUCH. Nahaufnahme eines orangefarbenen Fotobuchs mit dem Titel „Unterwegs – Das Glück der Weite“, das auf einem Tisch liegt. Zwei Männer unterhalten sich lächelnd; Aaron Moser hält ein aufgeschlagenes Fotobuch in den Händen.

Ein Fotobuch über eine Reise wird nicht dann als besonders beeindruckend empfunden, wenn wir versuchen, alles zu dokumentieren (das Flugzeug, das Hotelzimmer, das Buffet). Gezielte Leerstellen machen es unter Umständen spannender. Aaron zieht hier den Vergleich mit dem „Tatort“ heran: Spannend ist dieser oft gerade durch das, was wir nicht sehen. Szenen, in denen eigentlich nichts passiert, wirken allein aufgrund des Gefühls, das vorab erzeugt wurde. So kann auch ein Fotobuch beim Betrachten langweilig werden, gerade für Personen, die das Gezeigte nicht miterlebt haben.

5 Faktoren, die beim Betrachten das Interesse wecken

  • Wissenswert: besonderer Nutzen oder eine hilfreiche geteilte Erfahrung
  • Schauwert: hervorzuhebende Ästhetik oder ein ausgezeichneter Stil
  • Empathie: eindrucksvolles Einfühlungsvermögen oder besondere Nähe
  • Spannung: ein gekonnter Aufbau in der Dramaturgie der Geschichte
  • Authentizität: die Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit des Gezeigten

Nicht alle Faktoren müssen in einem Bild erfüllt sein. Schon einer reicht aus, um das Interesse zu wecken.

Bei der Auswahl von Fotos für ein Fotobuch hilft es Aaron zufolge, wenn wir mehr in Geschichten denken. Welches Gefühl von einer Reise möchten wir vermitteln? Und auch die Perspektiven machen viel aus: Macht ein Foto neugierig? Möchten wir mehr wissen? Der Zusammenhang wird manchmal im Kopf hergestellt. Man muss nicht alles zeigen, um Spannung zu erzeugen.

Sonnenuntergang über dem Meer, im Vordergrund ragen Palmenblätter ins Bild. Der Himmel ist rot. Bilder von farbigen offenen Fischbooten, die eng beieinander liegen. Wüstenlandschaft mit einem Menschen, der ein Kamel führt. Das Bild ist gegen die Sonne fotografiert.

Ihre Geschichte im CEWE FOTOBUCH

Ein aufgeschlagenes Fotobuch liegt auf einen Sofa. Darauf ist ein Elch in einer Wasserlandschaft zu sehen, links von dem Foto ist Text.
Weniger ist mehr – gerade bei Fotos, die etwas zu erzählen haben. Aarons Gestaltungstipp: Über den flachen Falz hinweg wirkt das Foto umso beeindruckender. Das geht beim CEWE FOTOBUCH mit Fotopapier.

Erzählen Sie Ihre eigene Geschichte im CEWE FOTOBUCH

Die Story für das Fotobuch lässt sich schon während der Reise vorbereiten, zum Beispiel indem wir uns vornehmen, gezielt zu fotografieren. Wenn wir zum Beispiel später auf einer Doppelseite den Blick von Menschen in eine bestimmte Richtung dokumentieren, dann interessiert auch, was diese Personen sehen.

Interessant wird es für den Betrachter auch, wenn er mitraten kann – eine weitere Analogie zum „Tatort“: Ohne gemeinsam mit den Kommissaren zu rätseln, wer der Täter sein könnte, wäre der Film nur halb so fesselnd. Aaron rät, ein solches Mitraten zum Beispiel durch Unschärfen zu erzeugen: mit zwei Aufnahmen derselben Szene, bei denen das Hauptmotiv einmal durch Unschärfe unkenntlich und einmal im Fokus ist. Im Fotobuch lassen sich solche Paare ideal auf einer Doppelseite anordnen. Der Betrachtende wird sich freuen, wenn die Auflösung mit seinem Tipp übereinstimmt.

Tipps für die Gestaltung

Wenn Sie das Format für Ihr CEWE FOTOBUCH wählen, überlegen Sie sich, was Ihnen wichtig ist. Große Bilder, die beeindrucken sollen und auch mal über beide Seiten gezeigt werden? Dann wählen Sie Fotopapier mit Layflat-Bindung.

Beim Start in die Gestaltung nutzt Aaron gelegentlich den KI-unterstützten Assistenten, der einen Vorschlag erstellt. „Es ist so erleichternd, einen Anfang zu haben, von dem aus man weiter verfeinert“, berichtet Aaron.

Screenshot der CEWE Fotowelt Software mit einer gestalteten Fotobuch-Doppelseite aus Landschafts- und Kajakfotos.

Seitenübersicht schaffen

Aarons Tipp: Legen Sie sich auf drei bis vier Layoutvarianten fest. Diese wiederholen Sie im Fotobuch abwechselnd immer wieder. So erhalten Sie eine einheitliche, hochwertige Optik.

Zur Bestellsoftware
Screenshot der CEWE Fotowelt Software mit der Übersicht eines umfangreichen Fotobuchs über eine Kanada-Reise.

Layout variieren

Hilfreich ist ein roter Faden im Buch, wie ein Gestaltungselement, das sich fortsetzt. Oder ein Motiv, das immer wieder auftaucht. Vorbereitend kann man die Fotos nach Farben oder Themen sortieren. Auch eine spannende Idee: Es müssen nicht zwangsläufig alle Aufnahmen von einem Reiseziel stammen. Ein verbindendes Element, wie eine Farbe oder ein wiederkehrendes Objekt, sorgt für die Geschichte.

Die Tipps stammen aus einem Vortrag, den Aaron Moser auf dem Fotofestival in Zingst in Kooperation mit CEWE gehalten hat. Lassen Sie sich auch von seinen Tipps für die Wildlife-Fotografie inspirieren. Wenn Sie mehr über Festivals und Workshops erfahren möchten, schauen Sie gern hier vorbei.

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